Kontrolle ist besser
Die Presse und die öffentlichen Medien haben die Funktion einer demokratischen Kontrolle der politischen Mächte mehr und mehr eingebüßt. Im Laufe der Globalisierung hat ein grundlegender Umbau der Branchenstruktur stattgefunden, in dem die globalisierten Mediengruppen umfassend die Bereiche der Massenkultur, der Kommunikation und der Information vermarkten. Diese Vermarktung in Schrift, Ton und Bild erfolgt über alle verfügbaren Trägermedien und das weltweit. Diese Mediengruppen arrangieren sich weitgehend mit den politischen Systemen und stellen längst keine funktionierende “vierte” Gewalt im Staate mehr dar. Längst sind die Informationen kontaminiert und manipuliert, einmal durch ein Überangebot, und durch Lügen, Gerüchte und Falschinformationen aller Art geprägt.
Angesichts dieser Situation sieht der Autor die Notwendigkeit einer unabhängigen internationalen Medienbeobachtung. Dieser Aufgabe widmet sich die Organisation Media Global Watch, die aus unabhängigen Journalisten, Wissenschaftlern und Medienkonsumenten besteht. Die Autorität von Media Global Watch ist vor allem moralischer Natur. Sie wird bei Verletzung ethischer Grundsätze präszise Rügen aussprechen und Verstöße gegen den medialen Ehrenkodex durch die Veröffentlichung von Untersuchungsberichten ahnden.1 Kommentar
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Die Sicht der Steinzeit
Viele Gewalten im Staate?
Ein schönes Beispiel dafür, daß alles immer nur komplizierter, aber nicht unbedingt besser wird. Wie schön klang doch das Modell mit den drei Gewalten im Staate, dem Gesetzgeber, der Regierung und der unabhängigen Gerichtsbarkeit als kontrollierende dritten Gewalt. Dann entwickelten sich die Massenmedien zur vierten Gewalt, mit der Folge, daß sie ihre Unabhängigkeit und Neutralität weitgehen verloren, und nun versuchen wir es mit einer fünften Gewalt. Das kann
im Laufe der Zeit zu sehr vielen widerstreitenden Gewalten führen.
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