Prae-Log
von der medialen Steinzeit in eine bessere Zukunft
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Kontrolle ist besser
Quelle Le Monde diplomatique Nr. 7178 vom 10.10.2003
Die Presse und die öffentlichen Medien haben die Funktion einer demokratischen Kontrolle der politischen Mächte mehr und mehr eingebüßt. Im Laufe der Globalisierung hat ein grundlegender Umbau der Branchenstruktur stattgefunden, in dem die globalisierten Mediengruppen umfassend die Bereiche der Massenkultur, der Kommunikation und der Information vermarkten. Diese Vermarktung in Schrift, Ton und Bild erfolgt über alle verfügbaren Trägermedien und das weltweit. Diese Mediengruppen arrangieren sich weitgehend mit den politischen Systemen und stellen längst keine funktionierende “vierte” Gewalt im Staate mehr dar. Längst sind die Informationen kontaminiert und manipuliert, einmal durch ein Überangebot, und durch Lügen, Gerüchte und Falschinformationen aller Art geprägt.
Angesichts dieser Situation sieht der Autor die Notwendigkeit einer unabhängigen internationalen Medienbeobachtung. Dieser Aufgabe widmet sich die Organisation Media Global Watch, die aus unabhängigen Journalisten, Wissenschaftlern und Medienkonsumenten besteht. Die Autorität von Media Global Watch ist vor allem moralischer Natur. Sie wird bei Verletzung ethischer Grundsätze präszise Rügen aussprechen und Verstöße gegen den medialen Ehrenkodex durch die Veröffentlichung von Untersuchungsberichten ahnden.
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Die Sicht der Steinzeit

Viele Gewalten im Staate? Ein schönes Beispiel dafür, daß alles immer nur komplizierter, aber nicht unbedingt besser wird. Wie schön klang doch das Modell mit den drei Gewalten im Staate, dem Gesetzgeber, der Regierung und der unabhängigen Gerichtsbarkeit als kontrollierende dritten Gewalt. Dann entwickelten sich die Massenmedien zur vierten Gewalt, mit der Folge, daß sie ihre Unabhängigkeit und Neutralität weitgehen verloren, und nun versuchen wir es mit einer fünften Gewalt. Das kann im Laufe der Zeit zu sehr vielen widerstreitenden Gewalten führen.

Der Große Kommunikator
Quelle c’t 2002, Heft 15 vom 01.08.2002
Die Geschichte der Kommunikation beschreibt den Weg vom mündlichen Gespräch über den Schriftverkehr und die Fernmündlichkeit in die digital gerüstete Gegenwart und besteht aus einer Reihe von verbessernden Reaktionen auf die Mängel der jeweils vorhandenen Mittel.
Die Ausbildung einer neuen Kommunikationsstruktur während der kommenden 10, 15 Jahre wird sich in drei Stufen vollziehen:
Zunächst werden die Geräte “intelligenter”, mit denen wir kommunizieren, im zweiten Schritt die Netze, in denen wir kommunizieren, und schließlich wird sich die Realität selbst verändern.
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Die Sicht der Steinzeit

Dauerhaft vernetzte Jäger? Dauerhafte individuelle Vernetzung - das wäre so etwa, als wenn jeder eine Klapper umgehängt bekommt, so daß er immer zu hören ist. Das kann sich beim Jagen sehr störend auswirken - jedenfalls für den Jäger. Für die Auerochsen und Mammuts wäre es allerdings eine feine Sache, aber wer soll denen die Klapper umhängen? Dagegen wäre eine Vereinfachung der Kommunikation auch in Steinzeit-Verhältnissen sehr wünschenswert. Eine Vereinheitlichung der Grunzlaute und unserer Trommel-Signale und auch der verschiedenen Rauchzeichen mit den eingeritzten Steinzeichnungen wäre schon toll. Aber der gegenwärtig erreichte Stand der Techniken macht da eigentlich wenig Hoffnung - es wird eigentlich alles immer nur komplizierter.

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10.10.2003: Kontrolle ist besser
01.08.2002: Der Große Kommunikator